Früh, sehr früh am Muttertag fanden sich Whisky, Zürni, Fritz und Resu beim Saalbau Reinach ein, um in den französischen Jura zu fahren zum Circuit de l'Enclos, 18 km hinter Pontarlier, und Schmergu und Jarno einen Besuch abzustatten. In kontrollierter Fahrt gings vorerst auf Nebenstrassen via Kulmerau, Triengen, Buchs LU nach Schötz, und weiter via Altbüron, Melchnau, Madiswil, Wynigen nach Koppigen. Ueber dem Solothurner Jura türmten sich happige Gewitterwolken auf, die erahnen liessen, dass es im Jura wohl regnen würde. Gegen Westen aber, in der geplanten Fahrtrichtung, sah es deutlich heller aus, und so wurde nach kurzem Stopp beschlossen, die Route wie vorgesehen unter die Räder zu nehmen. Nach rund 1 ½ Stunden zügiger Fahrt erreichten wir Aarberg. Im malerischen Städtchen war Zeit für eine Kaffeepause. Im Café Rathaus am pittoresken Stadtplatz stärkten wir uns mit Kaffee und Gipfeli. Bei diesem Halt konsultierte Whisky den Computer seiner Monster: Durchschnittsgeschwindigkeit bisher 71,7 km/h. Frisch gestärkt gings anschliessend durchs Seeland und die Broyeebene, auf meist schnurgeraden Strassen nach Yverdon-les-Bains am südlichen Ende des Neuenburgersees. Um nicht in Frankreich tanken zu müssen, was an einem Sonntag ein schieres Ding der Unmöglichkeit ist, legten wir hier einen Boxenstop ein und tankten unsere Motorräder randvoll. Ueber die frühere (Automobil-)Bergrennstrecke von Vuiteboeuf nach Ste Croix gings hinauf auf die Jura-Hochebenen und rein nach Frankreich, um Pontarlier herum bis zum Circuit de l'Enclos, bei Levier/ Septfontaines. Auf zwei separaten Rundstrecken wurde hier gebolzt: Die längere mit rund 1100m hatte Schmergu an diesem Sonntag gemietet, um Meisterschaftsrennen für die Swiss Minibikes (wo Schmergu's Junior Jarno teilnimmt) und Kitbikes (kleine Supermototöffs, aber von ausgewachsenen Menschen bewegt) durchzuführen. Nach zwei vorherigen Rennen lagen Jarno und sein Kollege Brenner punktgleich auf dem ersten Rang der Meisterschaftstabelle. Wie Schmergu richtig vorausgesagt hatte, war der Circuit de l'Enclos aber die Heimstrecke von Jarno's Konkurrenten. Resultat: Sowohl im Qualitraining wie in den beiden Rennläufen hiess die Reihenfolge Brenner vor Kausch. Jarno gebührt unsere Anerkennung: In beiden Rennen kämpfte er heldenhaft um den Sieg, ging in beiden Rennen anfangs mit gutem Start in Führung, musste sich aber letztlich mit den 2 zweiten Plätzen begnügen. Unser Quartett aber begab sich auf die Heimfahrt quer durch den Jura. Vorbei am Schweizer Sibirien, La Brévine, durch die eher mühsamen Städte Le Locle und La Chaux-de-Fonds und auf erneut recht geradlinig verlaufenden Strassen erreichten wir Tavannes, fuhren in dichtem Sonntags- und Muttertagsverkehr nach Court. Hier nahmen wir die Abzweigung zum Binzberg und erreichten die Bergbeiz auf diesem via ein schmales idyllisches Strässchen. Hier oben schloss Whisky Freundschaft mit einem der beiden Hausköter. Sie ging so weit, dass dieser sein Geschäft an Whisky's Töffjacke verrichtete und Whisky sich revanchierte, indem er das zutrauliche Viech ebenfalls bewässerte, allerdings mit Wasser aus einem Brunnen… Wir hatten nun schon rund 360 km zurückgelegt und „Stalldrang“. In Balsthal wurde nochmals aufgetankt. Dann gings via Wolfwil, Murgenthal, Oftringen, Safenwil, Holziken, Schöftland und über den Böhler heim ins Wynental. Im Bewusstsein, eine fordernde Ausfahrt in eine Gegend unternommen zu haben, wo man nicht alle Tage hinkommt, gut 400 km intensiv und konzentriert zurückgelegt zu haben, gings nach Hause. |
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